Dämmung Folie und Dampfbremse

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Dampfsperre, Dampfbremse oder was? Braucht man bei Dämmung eine Folie und was muss bei Dämmung mit Dampfsperre beachtet werden? Mehr dazu hier.

Dampfbremse oder Dampfsperre - das ist hier die Frage


Soll ein Haus, eine Wohnung von innen gedämmt werden, stellt sich schnell die Frage: „ Wie war das noch mit Dämmung und Folie? Wann brauche ich für meine Dämmung eine Dampfsperre und wann eine Dampfbremse? Bzw. brauche ich überhaupt vor der Dämmung eine Folie?“ Wenn Sie mehr über Dämmung und Dampfsperre wissen möchten, lesen sie diesen Artikel doch noch etwas weiter, hier gibt es einige Antworten.



Bevor wir die Frage klären können ob und wann bei der Haus Dämmung eine Folie benötigt wird oder nicht, sollten erst mal die Begriffe Dampfsperre und Dampfbremse voneinander unterschieden werden.
Eine Dampfsperre wird eigentlich in den seltensten Fällen genutzt. Dampfsperre bedeutet aus technischer Sicht, dass der sd –Wert der Folie vor der Dämmung m >1500 ist.

Was heißt das nun?
Der sd-Wert ( Sperrwert / Diffunsionswiderstand) berechnet sich aus der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ und der Dicke des Materials in Metern. So hat also eine Gipskartonplatte einen µ-Wert von 10 und ist 0,01m dick. Daraus ergibt sich dann ein sd-Wert von 0,1m. Die Platte ist also diffusionsoffen.

Laut DIN 4108-3 Werden Stoffe in 3 verschiedene Klassen eingeteilt:

• sd-Wert < 0,5m = diffusionsoffen
• sd-Wert >0,5m < 1500m = Dampfbremse
• sd-Wert >1500m = Dampfsperre


Dämmung Folie für die InnendämmungEine Dampfsperre wird in aller Regel nur da eingesetzt, wo auf der Außenseite der Gebäudehülle bereits eine Dampfbremse verbaut wurde um dem Grundsatz „von innen nach außen immer offener“ treu bleiben zu können. Solch eine Konstellation kommt zum Beispiel bei einer nachträglichen Dämmung eines Dachstuhles vor, bei dem auf der Außenseite unter den Dachpfannen eine Schicht Dachpappe verlegt wurde und kon- struktionstechnisch bedingt keine Möglichkeit besteht eine Hinterlüftung zwischen Dämmung und Dachpappe zu erstellen. In den meisten anderen Fällen ist eine Dampfbremse als Feuchtigkeitsregulator vollkom- men ausreichend.

Was sollte man beim Einbau der Dämmung und Folie beachten?


Als erstes sollte nach obigen Ausführungen klar sein, dass eine Dampfbremse / Dampfsperre immer auf der Innenseite eines Wohnraumes angebracht wird. Sie schließt die Wand in/an der sich die Dämmung befindet vom Wohnraum ab. Auf die Folie werden nur noch Trägermaterialien wie Gipskarton oder ähnliches montiert.

Damit die Idee einer Dampfsperre / Dampfbremse auch funktioniert, müssen alle Ritzen, Löcher und Schlitze absolut dicht miteinander verbunden werden. Jede noch so kleine Verletzung dieser Folie lässt unkontrolliert Wasserdampf in die Dämmschicht eindringen und schädigt damit Potentiell die Baukonstruktion und kann zu Schimmelbildung und Wasserschäden bei Holz verantwortlich sein. Gerade besonderes Augenmerk sollte dabei auf Schalter /Steckdosen, Kabel, Leitungen, Rohre und Deckeneinbaustrahler etc. gelegt werden. Hier treten häufig Beschädigungen in der Hülle auf. Aber auch Abschlusskanten zu anderen Wänden, Decke, Fenstern und Boden sind kritische Stellen die besonders gut verarbeitet werden sollten.

In folgender Tabelle sehen Sie Beispielhaft einige Feuchtigkeits- produzenten und die Feuchtigkeitsmengen die produziert werden wie sie Tagtäglich in der Wohnung anzutreffen sind.

Tabelle über produzierte Feuchtigkeit im Haushalt
Entstehung der Feuchtigkeit durch... Feuchtigkeitsmenge
zum trocknen aufgehangene Wäsche (je Waschladung) 10-20g / Std.
eine mitelgroße Topfpflanze 10-20g / Std.
einen Menschen bei der Hausarbeit 80-100g / Std.
Mittagessen kochen 200 - 400g / halbe Std.
ein durchschnittliches Duschbad 400g / 15min.


Welche Materialien für die Folie auf der Dämmung?


„Echte“ Dampfsperren bestehen meist aus Kupfer oder Aluminium. So zum Beispiel die Aluminiumkaschierung bei Glaswolle Rollendämmung für eine Zwischensparrendämmung eines Dachstuhles.
Dampfbremsen findet man sowohl in Ausführungen aus PE (Polyethylen) Folien oder aber auch auf Zellulosebasis (faserverstärkte Papierbahnen, Kraftpapiere). Mittlerweile gibt es im Handel auch so genannte „feuchteadaptive Dampfbremsen“. Sie können den Wasserdampfdurch- lasswiderstand variabel in Abhängigkeit zur anliegenden Feuchtigkeit verändern und mal mehr und mal weniger Feuchtigkeit durchlassen.

Folgend noch zum Abschluss einen Tabelle mit den µ-Werten ver- schiedener Materialien.

Tabelle über µ-Werte verschiedener Materialien
Material µ-Wert
Luft 1
Mineralwolle 1
Holzweichfaserplatte 2
Ziegelstein 5
Gasbeton 5
Gipsputz (innen) 5-10
Gipskarton 10
Außenputz 30-40
Holz 40-50
Polystyrol EPS 50-70
Beton (unisoliert) 50-100
Klinkermauerwerk 100
Polystyrol XPS 150-200
PVC Folie 20.000 - 50.000
Polymerbitumenbahnen 40.000 - 60.000
PE Folie bis 100.000
Glas Dampfdicht
Alufolie Dampfdicht


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Autor: daemmstoff.org



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